Anne Barth Photography

Caffenol again

Trotz reichlich viel Digitalfotografie in den letzten Tagen, bin ich ein wenig an der Caffenol-Front weiter gekommen. Von meinem letzten Film habe ich im Fotolabor einen Kontaktabzug machen lassen, um eine grobe Idee zu bekommen, wie die mit Caffenol entwickelten Bilder am Ende aussehen.

Die Belichtungsmessung muss ich noch in den Griff bekommen, wobei ich mich noch etwas mehr mit meinem Belichtungsmesser auseinander setzen muss. Alternde Selen-Zellen hat er zum Glück mal nicht, aber Schwankungen, abhängig von dem Batteriealter wurden mir zugetragen. Ob / was dahinter steckt, weiß ich zur Zeit noch nicht. Aber eins nach dem anderen.

Die mit Caffenol entwickelten Filme hatten ja einen deutlichen Braunschleier. Inzwischen habe ich jemanden getroffen, der auch schon mal mit Caffenol experimentiert hatte. Er machte mir wenig Hoffnung und empfahl mir einen fertigen Entwickler zu kaufen, warf aber auch Vitamin C als Fehlerquelle in den Raum. An diesem Rädchen werd ich bei der nächsten Entwicklung drehen.

Hier aber ein kleiner Blick auf die ersten Ergebnisse (nur gescannt, nicht weiter bearbeitet). Die Unschärfe ist den Kontakten geschuldet. Da ich die Bilder nicht habe einzeln abziehen lassen (sondern alle auf einer DinA4-Übersicht), blieben die Filme beim Erstellen des Abzugs in Plastikfolien, wodurch die Schärfe leidet.

Vom sepia-ähnlichen Look bin ich sehr angetan, und auch begeistert, dass z.B. der Himmel beim linken Bild nahezu weiß ist und (fast) keinen störenden Braunschleier mehr ausweist. Wenn ich diesen durch eine andere Entwicklung noch etwas in den Griffe bekommen sollte, sehe ich Potential, zumindest für gewisse Anwendungszwecke, bei denen es nicht um das *perfekt* entwickelte Bild geht. Auch wenn in dieser Aussage sicher viel Konfliktpotential steckt – ich hab die entsprechende Unterhaltung erst vor ein paar Tagen geführt. Für mich geht es hier mehr um den Prozess an sich. Den Bildern und dem Entwicklungsprozess so nah wie möglich zu kommen. Einfach eine Flasche mit fertigen Chemikalien aufzudrehen reicht mir nicht, dafür habe ich schon viel zu viel Zeit in Laboren verbracht.

Mit dem erstellen von Abzügen hab ich mich noch nicht auseinander gesetzt, aber offenbar ist da noch einiges aus den Bilder zu holen. Dafür fehlt es mir momentan aber noch am geeigneten Ort, um mir eine Dunkelkammer einrichten zu können. Somit muss ich diesen Schritt noch in die Hände des Fotolabors geben. Aber auch dazu werde ich noch kommen, dessen bin ich mir sicher.

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